„Blaues Band“ an das schnellste Schiff des Semliner Sees

36 Segelboote ringen um den begehrten Pokal

 

Bereits zum 62. Mal fand am vergangenen Samstag die Langstrecken Wettfahrt um das schnellste Boot vom Semliner See statt. Ausrichter dieser Regatta war der Rathenower Wassersportverein Segeln 1922 e.V. Bei herrlichem Spätsommerwetter und Wind aus Süd der Stärke eins bis zwei fanden sich 36 Boote an der Startlinie vor dem Rhin ein. Im Teilnehmerfeld der Senioren sah man sieben Olympiajollen, fünf 15er Jollenkreuzer, drei 20er Jollenkreuzer, vier Stahl 20er Jollenkreuzer, vier XY-Jollen, drei Kutter, zwei Ausgleicher, ein Folke Boot, eine Hanse-Jolle sowie eine Zehner-Rennjolle. Im Kinder- und Jugensbereich nahmen drei 420er-Jollen, ein Optimist und ein Laser an der traditionsreichen Wettfahrt teil. Die Segelveranstaltung wurde von Wettfahrtsleiter Andreas Niemann und seinem gut eingespielten Team geleitet. Nach erfolgreichem Start ging es vom Start zur ersten Bahnmarke, der Tonne 1, die vor Semlin lag. Von da führte der Kurs die Teilnehmer in Richtung Hohennauen, wo die zweite Wendemarke lag. Bereits an dieser Tonne hatte sich eine kleine Gruppe von favorisierten Boote abgesetzt. Unter Ihnen drei 15erJollenkreuzer, zwei 20er Jollenkreuzer und zwei Olympiajollen. Es galt als ziemlich sicher, das unter diesen sieben Schiffen der Gewinner des diesjährigen Blauen Bandes sein würde. Aber auch im Mittelfeld und im hinterem Drittel gab es spannende Positionskämpfe. Mit dabei in diesem Jahr drei Kutter, die auf ein wenig mehr Wind angewiesen sind, um so richtig in Fahrt zu kommen. Von Tonne Zwei ging es dann Richtung Ferchesar. Aufgrund der geringen Windstärke wurde die dritte Wendemarke in Höhe Semlin Ausbau zwischen Kirchhacken und dem Hafen in Ferchesar vorverleg. Hier zeichnete sich dann bereits eine Vorentscheidung ab. Steuermann Mark Müller und Rainer Thie an der Vorschot hatten mit ihrem 15er Jollenkreuzer einen Vorsprung ersegelt, denn sie bis ins Ziel vor Semlin verteidigten und somit als strahlende Sieger die Ziellinie durchfuhren. Auf Platz Zwei segelte ein weiterer 15er Jollenkreuzer mit Uwe Wenzel am Steuer und Ralf Augustin an der Vorschot. Um Platz drei wurde nochmal richtig gekämpft. Henning Schelle und Jens Krumrei konnten sich schlußendlich auf ihrem 15er Jollenkreuzer durchsetzen. Insgesamt wurde die Veranstaltung als gelungender Abschluß der Regattasaison gelobt. Am 5. Oktober sind dann wieder allen Mitgliedern und Freunde der ortsansässigen Segelverine zum altbekannten und gemeinsamen Absegeln eingeladen.

sh

Die weiteren Platzierungen:
4. Platz         Torsten Weber, Thomas Querfurth, Florian Weber: 20er Jollenkreuzer   
5. Platz         Matthias Schmidt: Olympiajolle
6. Platz         Bernd Kuhröber, Michael Sommer, Roland Rollik: 20er Jollenkreuzer
7. Platz         Sebastian Sturm: Olympiajolle
8. Platz         Arne Birnestiel, Benjamin Behncke: XY-Jolle
9. Platz         Gunnar Niemann: Olympiajolle
10. Platz       Anke Dieckmann, Jeanine Ebers: Z-Jolle