63. Blaues Band geht an 15er-Jollenkreuzer

 

Am vergangenen Sonnabend fand bereits zum 63. Mal die Segelregatta um das „Blaue Band“ auf dem Hohennauener See vor Semlin statt. Veranstalter war der Rathenower Wassersportverein Segeln 1922e.V. Der Name "Blaues Band" war ursprünglich eine Ehrung zu PR-Zwecken für das schnellste Fahrgastschiff auf der Transatlantik-Route Europa-New York. Inzwischen ist es im Segelsport die Bezeichnung für eine Regatta, mit der das schnellste Schiff ermittelt werden soll, zum Beispiel das "Blaue Band" vom Hohennauener See.
Das erste „Blaue Band“ wurde 1951, damals noch auf der Havel, ausgesegelt. Seit dem erfreut sich dieses jährliche Rennen um das schnellste Segelboot großer Beliebtheit. In diesem Jahr haben 26 Boote gemeldet, die bei leichtem Nieselregen und schwachem Wind um die besten Plätze kämpften.
Pünktlich um 14:00 Uhr startete Wettfahrtleiter Andreas Niemann die Regatta vor Semlin. Der Wind wehte aus Richtung Nord und so ging es zuerst eine kurze Startkreuz in Richtung Rhin abzusegeln. Von dort aus ging es dann zur 2.Wendemarke vor Hohennauen. Schon an dieser Wendemarke hatten sich die Favoriten Marc Müller und Rainer Thie auf ihrem 15er Jollenkreuzer leicht abgesetzt. Marc aus Wusterhausen und Rainer aus Rathenow segeln seit einiger Zeit Regatten zusammen und sind auch bei nationalen Titelkämpfen in der ersten Hälfte anzutreffen. Aber zurück zum Blauen Band. Um die weiteren Plätze entstand ein enger Positionskampf. Mit dabei waren Horst Schult auf der O-Jolle, Uwe Wenzel mit Christoph Richard auf ihrem 15er Jollenkreuzer, Bernd Kuhröber mit Michael Sommer und Roland Rollik auf ihren 20er Jollenkreuzer und Matthias Schmidt auf seiner O-Jolle. Von Hohennauen ging es jetzt mit halben bis achterlichem Wind Richtung Ferchesar. Die Spitze zog sich nach und nach auseinander. Aber im Mittelfeld wurde um jede Position gekämpft. Die dritte Wendemarke lag dann vor Semlin Ausbau und musste noch umrundet werden, um dann wieder Richtung Semlin zum Ziel zu segeln. Marc Müller und Rainer Thie durchquerten nach gut 1 1/2 Stunden die Ziellinie als erstes Boot und gewannen erneut das „Blaue Band“ vom Hohennauener See. Mit einigem Abstand segelten Uwe Wenzel und Christoph Richard  vom Rathenower Segelverein auf den zweiten Platz. Auf Platz drei folgte dann die erste O-Jolle mit  Matthias Schmidt vom RWS an der Pinne.
Es dauerte dann noch eine Weile bis die letzten Boote im Ziel waren und dann an Land die Siegerehrung durchgeführt wurde. Jeder Teilnehmer erhielt ein „Blaues Band“ und  die ersten zehn Boote noch eine Flasche blauen Sekt.
Vielen Dank an alle Helfer die diese gelungene Veranstaltung unterstützt haben. Besonderer Dank gilt dem Landkreis Havelland. Bei abschließenden gemütlichen Zusammensein wurden noch mal einige Manöver ausgewertet, etwas Wehmut kam dazu, weil auf dem Hohennauener See somit die Regattsaison zu Ende ist. Bereits am 3.Oktober folgt das gemeinsame Absegeln der Segelvereine.
Auswärts steht aber noch ein Höhepunkt an. Der Rathenower Wassersportverein Segeln 1922e.V. startet mit einer Crew bei der Qualifikationsregatta zur 2.Segelbundesliga in Glücksburg.

Dazu schon einmal viel Erfolg und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

Matthias Schmidt