Stralsund - Schiffe, Fische, Brücken und noch viel mehr

Vereinsfahrt der Rathenower Segelsportler

 

Am Freitag den 13. haben wir uns schon um 14 Uhr getroffen, um zur jährlichen Vereinsfahrt nach Stralsund aufzubrechen. Da wir nicht abergläubisch sind, wie die Segler früher, war es für uns sozusagen ein Glückstag.
Über dreißig Seglerinnen und Segler wollten ein gemeinsames Wochenende in Stralsund verbringen. Pünktlich um 14:00 Uhr kam unser Reisebus, der Busfahrer verstaute unser Gepäck und los ging es. Nach einer gemütlichen Fahrt kamen wir ausgeruht in Stralsund an, checkten in unserem Hotel ein und suchten in individuellen Gruppen uns etwas Leckeres zum Abendessen. Am Sonnabend durch das Frühstück gestärkt, ging das Programm erst richtig los. Zuerst ging es ins Ozeaneum, wo wir die Haifischdame Niki kennen lernten und viele interessante Fische aus Ostsee, Nordsee und Atlantik bewundern konnten. Nach abschließender Entspannung bei Walgesängen machten wir uns auf in die Mittagspause. Danach war Treffpunkt an der Gangway der Gorch Fock I. Die Schiffsglocke läutete mittlerweile 14:00 Uhr. Auf unserem Rundgang auf Deck und auch unter Deck wurde uns die bewegte Geschichte der bekannten Bark erklärt. 1933 gebaut, als deutsches Schulschiff im Einsatz und zum Kriegsende versenkt, dann wider aufgebaut und an die Russen übergeben. Unter dem Namen Towarischtsch segelte sie bis 2003 tausende von Meilen. Letztendlich dann vor dem Schrotthändler gerettet, wieder auf Gorch Fock getauft und seit dem in Stralsund nach und nach erneuert. Es lebt die Hoffnung, dass die Gorch Fock I vielleicht doch mal wieder segelt. Nach einem Glühwein an Deck in der Nachmittagssonne ging es dann ab in den Bus und auf zum Tagesabschluss. Doch zuvor wurde der Strelasund zweimal überquert. Hin fuhren wir über die "neue" Brücke und zurück über die "alte" Zugbrücke. Der letzte Halt des Tages erfolgte an der Störtebeker Brauereimanufaktur. Nachdem die Brauerei einen eigenen 40 Meter tiefen Brunnen hat, wird da auch richtig gutes Bier gebraut. Bei einer ausführlichen Führung lernten wir, was bei der Bierherstellung zu beachten ist und das Bier schließlich immer noch ein Lebensmittel ist. In diesem Sinne gab es dann eine Verkostung von sechs verschiedenen Sorten und anschließendem leckerem Abendessen. Aber jeder schöne Tag geht auch einmal zu Ende. Am Sonntag wurde dann erst mal ausgeschlafen, gut gefrühstückt und ausgecheckt. Aber unser Programm war hier noch nicht zu Ende. Es stand eine Führung durch die Stralsunder Altstadt an.
Und immerhin gehört diese zum Unesco Weltkulturerbe. Aber der frische Ostwind ließ uns bibbern und so war es nicht verwunderlich, dass wir uns nicht alle Geschichtszahlen merken konnten. Immerhin lässt sich die Stadtrechtverleihung recht gut merken. Dieses wurde im Jahr 1234 an Stralsund verliehen.

Leider war unsere gemeinsame Zeit nun schon zu Ende. Gemütlich ging es im Bus wieder nach Hause. An dieser Stelle geht noch einmal der Dank an unseren Busfahrer Dirk und an unseren Reiseleiter Heiko.

 

Matthias Schmidt