Vereinsfahrt des Rathenower Wassersportvereins führt Seglerinnen und Segler nach Leipzig

 

19. - 21. Februar 2016

In jedem Winter veranstaltet der RWS eine Vereinsfahrt, um die Zeit bis zur Freiluftsaison zu verkürzen und auch das Vereinsleben in der kalten Jahreszeit nicht „einfrieren“ zu lassen. Am dritten Februarwochenende ging es in diesem Jahr nach Leipzig.
Schon am Freitagvormittag machte sich der Reisebus mit 35 Vereinsmitgliedern auf den Weg in die sächsische Metropole.
Die frühe Abreise hatte ihren Grund, da die Besichtigung des“ BMW-Werk Leipzig“ für den Nachmittag anstand. In nur fünf Jahren ist hier eines der modernsten Automobilwerke der Welt entstanden, welches auch architektonisch mit dem Zentralgebäude nach einem Entwurf von Zaha Hadid zu beeindrucken weiß. 850 Fahrzeuge laufen hier seit 2005 täglich vom Band. In einer gut zweistündigen Führung konnte vom Karosseriebau über Lackierung, Fließband und Qualitätskontrolle, der Bau der Fahrzeuge verfolgt werden.
Nach dem anschließenden Bezug des Hotels ging es je nach Interesse in kleinen Gruppen zum Essen in die Stadt. Der Vormittag des Samstag war dann der individuellen Stadterkundung gewidmet. Vor allem die Innenstadt bietet hier viele feine Hingucker, die es wert sind, einen tieferen Blick darauf zu werfen. Am Nachmittag ging es, zumindest für die jüngeren Mitreisenden, zum Höhepunkt des Tages: Ein Besuch mit Führung im Leipziger Zoo inklusive Gondwana Land und Bootstour. Da das Wetter mit Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt und Regenschauern nicht gerade angenehm war, sehnten sich wohl alle nach dem Besuch der Riesentropenhalle. Auf 16500 Quadratmetern finden sich hier die Kontinente Asien, Afrika und Südamerika wieder, die einst als der Urkontinent Gondwana vereint waren. In einer zweistündigen Führung wurden die Segler nun über die verschiedenen Kontinente gejagt. Sei es mit dem Schiff, auf dem Baumwipfel-Pfad oder einfach nur zu Fuß - die Halle ist ein wirklich gelungenes Erlebnis für Groß und Klein.
Am Abend vereinten sich kulinarische Genüsse mit kulturellen, als die Gruppe in Auerbachs Keller auf Goethes und Fausts Spuren wandelte.
Zum Abschluss machten wir am Sonntag einen Abstecher zum Panometer Leipzig. Diese Wortschöpfung ergibt sich aus den Worten Panorama und Gasometer, weil ein Gasspeicher dort ein riesiges Panoramabild beherbergt. Der Künstler Yadegar Asisi entführt derzeit die Gäste in die Tiefen des Great Barrier Reefs vor der Ostküste Australiens. Nach einem Einblick in die Biologie und Typologie dieses einzigartigen Lebensraums in der dazugehörigen Ausstellung konnte jeder für sich das Riff auf dem 360°-Panorama entdecken.
Mit einem Ausflug zum beeindruckenden Völkerschlachtdenkmal ließen wir das Wochenende schließlich ausklingen. 200 Jahre nach der ersten großen Massenschlacht der Weltgeschichte, an die das Denkmal erinnert, steht der Bau nun 100 Jahre nach seiner Einweihung fast wieder vollständig saniert da und erinnert an die Opfer der Schlacht.

Drei abwechslungsreiche Tage waren nun vorüber, in denen Leipzig mit Sehenswürdigkeiten und besonderem Flair zu unterhalten wusste. An dieser Stelle ein herzlicher Dank im Namen aller Teilnehmer an Heiko Mertin, der dieses Wochenende mit einem bunten Programm und guter Organisation möglich gemacht hat.

Guido Hinneburg