Traditionsregatta auf dem Hohennauener See

 

16. September 2017

Bei der Wettfahrt um das Blaue Band war ein besonderes Gespür für die schwachen Windstriche auf
dem schmalen und langgezogenen Hohennauener See gefragt. Am vergangenen Samstag richtete der Rathenower Wassersportverein die beliebte Traditionsregatta aus und beendet mit der anspruchsvollen Langstreckenwettfahrt die Regattasaison 2017.Die Regatta, die in ihren Anfangsjahren noch auf der Havel ausgesegelt wurde, führt alle am See ansässigen Bootsklassen einmal den See – von Hohennauen bis Ferchesar – entlang. Insgesamt gingen über 35 Boote an den Start, in der Hoffnung, das schnellste Boot des Hohennauener Sees zu werden. Die Erwartungen sind bei allen Teilnehmern stets groß, gelten doch alle Schiffe als Konkurrenten, egal welcher Bootsklasse sie angehören. Bei schwachem Wind schickte Wettfahrtleiterin Kristin Heptner um 14:00 Uhr zuerst die Senioren-Boote auf den großen Kurs.
Im Anschluss erfolgte der Start für die Kinder und Jugendlichen in den Bootsklassen Optimist, OK und
Laser. Das Teilnehmerfeld auf dem großen Kurs bestand aus Olympia-Jollen, 15er- und 20er-
Jollenkreuzern sowie weiteren Bootsklassen. Nach dem Start ging es zur ersten Bahnmarke, um das
Können der Segler auf einer kurzen Kreuz gegen den Wind zu testen. Im Anschluss galt es bei
schwachem Wind die zweite Wendemarke vor Hohennauen zu erreichen. Schon früh nahmen der 15er Jollenkreuzer von Mark Müller mit Rainer Thie sowie Matthias Schmidt in der Olympia-Jolle, die Führung ein und konnten sich vom restlichem Feld absetzen. Vor Hohennauen schlief jedoch der Wind ein und die Verfolger konnten wieder aufschließen. Von Hohennauen aus ging es dann Richtung Ferchesar. An der Spitze entstand ein Fünfkampf an dem zwei O-Jollen, ein 15er- und ein 20er-Jollenkreuzer sowie eine H-Jolle beteiligt waren. Nach circa zwei Stunden überquerten dann Mark Müller und Rainer Thie als Sieger die Ziellinie und gewannen damit zum fünften Mal in Folge das Blaue Band. Den zweiten Platz sicherte sich Falko Hinneburg mit der O-Jolle vom Rathenower Wassersportverein. Das Podest komplettierte Matthias Schmidt. Auf dem kleinen Kurs überquerte Philipp Gählert im Laser vor Pascal Wiese und Dennis Teek (beide im OK) als Erster die Ziellinie. In der Klasse der Optimisten konnte sich Hannes Sewina vom Tangermünder Wassersportverein durchsetzen. Auf den weiteren Plätzen folgten Nele Falke, Kian Ehrhardt und Finja Heptner. Bei der anschließenden Siegerehrung erhielt das schnellste Boot vom See den Wanderpokal zum Blauen Band des Hohennauener Sees und darf diesen aufgrund des fünften Sieges in Folge behalten. Mark Müller und Rainer Thie versprachen jedoch einen neuen Pokal zu stiften. Für alle anderen Teilnehmer gab es traditionell als Erinnerung kleine „Blaue Bänder“.
Abschließend möchte sich der Rathenower Wassersportverein bei allen Helfern der Veranstaltung und beim Landkreis Havelland für die
Unterstützung bedanken.

 Jonas Schmidt